Ins Netz gegangen

Ins Netz gegangen

 

Sie haben einen DSL-Vertrag mit bis zu 16 Mbit/s abgeschlossen und schleichen trotzdem im Schneckentempo durchs Web? Kein Problem! Wir haben für Sie die effektivsten Doping-Tricks auf Lager
 

Autorin: Anna-Lena Nitzsche
 

 

Schnell-Test

 

Ob es Ihnen nur nicht fix genug geht oder ob Sie tatsächlich bei Ihrem Vertrag übers Ohr gehauen wurden, sagt Ihnen dieser Speed-Test. Stimmen die vertraglich vereinbarte Datenübertragungsrate und Ihre tatsächliche Datenübertragungsrate nicht überein, wird es Zeit zu handeln!


 

Schnellschuss

 

Wer sofort zum Hörer greift und sich bei seinem Anbieter beschwert, bekommt häufig nur ein müdes Lächeln am anderen Ende der Leitung. Grund dafür sind zwei kleine Worte in Ihrem Vertrag: „bis zu“.
Dank dieser Klausel ist Ihr Provider nicht verpflichtet die Höchstgeschwindigkeit zu garantieren. Sie hingegen müssen trotzdem den vollen Preis bezahlen, irgendwie ungerecht, oder?


Das finden auch die Grünen, die Internetanbieter verpflichten wollen, mindestens 90 Prozent der versprochenen Bandbreite anzubieten. Das Unterwandern dieser Grenze soll dann sowohl mit Bußgeldern als auch mit Schadensersatzzahlungen bestraft werden. Doch die Mühlen der Gesetzgebung mahlen langsamer als Ihr WLAN.



Schnelle Abhilfe

 

Die Verbraucherzentrale rät uns den jeweiligen Anbieter schriftlich zum Nachbessern aufzufordern: „Setzen Sie dabei eine Frist. Ändert sich nach wiederholter Aufforderung nichts, können Sie fristlos kündigen. Ein Zeitraum zwischen einer und zwei Wochen ist in den meisten Fällen angemessen.“, so heißt es bei der Verbraucherzentrale.

Weil das aber wohl weder Ihre und bestimmt nicht unsere Art von „schneller Abhilfe“ ist – müssen wir doch selbst zur Tat schreiten.


1. Laptop und Router neu starten


Klingt wie der ideenloser Tipp einer Hilfe-Hotline? Mag sein, aber manchmal reicht der Neustart tatsächlich schon. Und bei minimalem Zeitaufwand ist das auf jeden Fall einen Versuch wert.

 

2. Verkabelung überprüfen


Lose Kabel oder falsch angeschlossene Geräte können das Tempo ebenfalls drosseln oder ganz zum Erliegen bringen. Eine Anleitung zum optimalen Anschluss liefert der netzwelt-Ratgeber hier.

 

3. Störungen minimieren


Je nach Kanalbelegung Ihres Routers variiert der Empfang. Ohne Ihnen Kabelsalat im Kopf zu verursachen: Kanal 3 ist die schlechteste Wahl, denn er wird sowohl von Kanal 1 und Kanal 6 gestört, wenn auch diese belegt sind. Im 2,4GHz-Bereich wählen Sie bei Ihrem Router nur einen Kanal aus, im Idealfall die 1, 6 oder 11. Um herauszufinden welcher noch frei ist, helfen Apps wie etwa diese: WIFI Analyzer.


 

4. Empfang verstärken


Falls Sie weiterhin Probleme mit dem Datenempfang haben sollten gilt: volle Kraft voraus – mit einem Powerline-Adapter fürs WLAN. Der kleine Helfer verstärkt das Signal über die hausinterne Stromleitung.



5. Alternativen bedenken


Ihr WLAN kommt trotz der Tricks einfach nicht in Gang? Dann ist es, vor allem für Internetverbindungen die sicher, schnell und zuverlässig laufen sollen, Zeit auf die LAN-Alternative umzusteigen. Hochwertige LAN-Kabel befreien zumindest feste PCs oder Laptops an Workstations vom elendigen Schneckentempo.