Kabel-Chaos-Killer

Kabel-Chaos-Killer

 

Kabelsalat verursacht mehr als nur einen faden Beigeschmack, zum Beispiel Kabelbruch und lockere Steckerkontakte. Wir kündigen den zerstörerischen Knoten den Kampf an und zeigen Ihnen, was wirklich hilft
 

Autorin: Anna-Lena Nitzsche
 

 

Strategische Kampfführung

 

Wissen ist Macht – das gilt auch fürs Chaos. Deshalb untersuchten frustrierte Forscher der University of Chicago bereits 2007, welche Zutaten in einem Kabelsalat stecken. Deren Arbeit zum Thema „Spontaneous knotting of an agitated string“ offenbart eine ganz einfache Lösung:

 

knotenformel
Quelle: http://www.pnas.org/content/104/42/16432.full (Stand:21.9.2016)

 

Sie haben es bestimmt auch schon selbst ausgerechnet, oder?

 

Diese Formel, sowie vorhergehende Versuche ergaben: bei einer Länge von gut 2 Metern ist das Verknotungsrisiko am höchsten. Sie haben nur Kabel unter 46 Zentimeter Länge im Haushalt? Glückwunsch! Dann sind Sie fast sicher vor möglichen Kabel-Irrungen und -Wirrungen. Für alle anderen ist es an der Zeit zu handeln!


Taktisches Vorgehen

 

Kabelsalat ist ein Feind, dem Sie ins Auge schauen müssen, nicht nur aus optischen Gründen. Frustriertes Reißen am Kabel-Chaos kann die Stecker lockern und somit der Verbindung schaden, mal ganz abgesehen von tödlichen Kabelbrüche durch Verknotung. Die beste Strategie: Prävention.

 

Und das sind Ihre Waffen:

 

1.Kabelbinder


Die günstigen Kabelschlaufen verhindern das Zusammenrotten mehrerer Kabel zu einem Mob, in dem nur Wollmäuse sich wirklich wohl fühlen würden. Der Nachteil: einmal festgezogen hilft nur noch die Schere, um die Kabel aus dem festen Griff der Plastikbinder zu lösen. Besser geeignet sind daher Klett-Kabelbinder. Die Bänder aus Haken und Ösen gibt es in vielen Längen – für kleine und größere Kabelansammlungen. Außerdem sind diese wiederverwendbar und schonen damit nicht Ihre Nerven, sondern auch die Umwelt.

 

2.Kabelboxen


Eher eine optische Lösung sind die Kabelboxen. Sie bieten Staubknäueln keine Angriffsfläche und bewahren das Geheimnis des unschönen Kabel-Chaos sicher in sich.

 

3.Fußleisten mit Kabelkanal


esonders dort, wo Steckdosen Mangelware sind, etwa in Altbauwohnungen in denen Sie zur Miete wohnen, verkleiden und führen Sockelleisten Kabel geordnet zu Steckdosen und Ähnlichem. Diese Lösung ist allerdings aufwendig und teuer – eine Tatsache, mit der viele Mieter eines schönen Altbaus allgemein ja schon vertraut sein sollten.

 

4. Auf Kabel verzichten


Diese Vermeidungsstrategie ist vielleicht eine Lösung für Laptop und Co, wenn Sie auf Bluetooth und W-Lan zurückgreifen können. Doch auch der stärkste Akku muss irgendwann geladen werden und viele Geräte im Haushalt funktionieren nun mal einfach nicht ohne zu mindestens ein Stromkabel mit sich zu bringen.

 

Welche Waffen-Wahl Sie auch treffen: gehen Sie daraus und machen uns stolz!