Techniktrends 2016

Ach, wer weiß schon was die Zukunft bringt?

Wir!

Alles, was sich dieses Jahr im Bereich Technik tut – von A bis Z

Diese Woche: von upsi bis Z-Wave:
 

 

U wie upsi

Hätten wir es jetzt nicht angesprochen, wärs vielleicht gar nicht aufgefallen. Wir haben das U übersprungen – natürlich mit Absicht. Und Microsoft liefert uns den Grund dafür in einer Studie. Denn falls es Ihnen nicht aufgefallen ist, leiden Sie vielleicht, wie die 2000 Testpersonen der Studie, unter einer immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne. Das gilt vor allem in der Wahrnehmung digitaler Medien und deren Inhalten. Bei den Probanden sank die Aufmerksamkeit in den letzten 15 Jahren von 15 auf nur noch 8 Sekunden. Sogar ein Goldfisch schafft es 9 Sekunden bei einer Sache zu bleiben. Welche das sein soll ist uns allerdings nicht ganz... oh gucken Sie mal dort, ein Eichhörnchen.

 

V wie Vier

Im Januar diesen Jahres veröffentlichte die Harvard University das anschauliche Video zu seinem 4D-Drucker-Projekt, an dem Forscher schon länger tüfteln. Die Idee: Statt einer statischen Form spuckt der Drucker Objekte aus, die sich im Nachhinein ihrem Umfeld anpassen können.
Möglich ist dies durch das verwendete Druckmaterial - ein flexibles Gel, das Zellulose (organische Verbindung pflanzlicher Zellwände) enthält. Wie Pflanzen, ist das gedruckte Objekt in der Lage sich seiner Umgebung anzupassen, also etwa mit zu wachsen. Besonders im medizinischen Bereich, der Organverpflanzung, liegt dafür die Zukunft. Das Ziel: Organe drucken, die sich dem Körper des Empfängers optimal anpassen und mitwachsen.

 

W wie Wagen - Kinderwagen

Es wird langsam Zeit übers Eltern-Werden nachzudenken. Der Grund: Dann können Sie sich einen „SmartBe“ zulegen – für Technikfans ein echtes Must-Have. Was das genau ist? Ein Kinderwagen, der im Automatikmodus selbstständig Mama und Papa folgt. Im Halbautomatikmodus unterstützt die Technik das Schieben, ähnlich wie bei einem E-Fahrrad.
In einem ausfahrbaren Behälter findet ein Flaschenwärmer Platz. Zusätzlich spielt der Kinderwagen über Lautsprecher Musik für das Baby.
Über eine integrierte Kamera können die besorgten Eltern den Sprössling überwachen. Mit der passenden Smartphone-App wählen sie nicht nur die Musik aus, sondern öffnen und schließen das Verdeck der Luxus-Karre aus der Ferne.
So viel Technik braucht natürlich Strom. Deshalb liefert das Wunder auf vier Rädern gleich noch eine Ladestation fürs Handy mit.
Den Luxusschlitten gibt’s übrigens über Crowdfunding, bereits ab schlappen 2750$.

 

X wie X Force

Möge die Macht mit Ihnen sein, wenn Sie das neue X-Force von Motorola so heftig wie möglich auf den Boden fallen lassen. Warum Sie das tun sollten? Angeblich ist der AMOLED-Bildschirm bruchsicher und das muss doch getestet werden.
Getestet haben auch die Kollegen der Computerbild. (Deren Ergebnis lesen Sie hier: http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tests-Handy-Motorola-Moto-X-Force-Test-14574471.html). Lange Rede kurzer Fall – das Display hält. Für 700 Euro brauchen Sie sich um Ihren Bildschirm ab 2016 also keine Sorgen mehr zu machen. Im Netz gibt’s das längst (Achtung, Wortwitz!) fällige Fabrikat etwas günstiger, ab etwa 650 Euro. (Stand 25.4.2016)

 

Y wie Ytterbium-Uhr

Für die Forscher der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) hat das Stündlein geschlagen – genau so wie für alle Pünktlichkeits-Fanatiker. Im Vergleich zur bisher genauesten Uhr der Welt (ein Cäsium-Zeitmesser) ist die Ytterbium-Uhr 100 mal präziser, durch, in einer Hochfrequenzfalle gespeicherte Ionenzellen. Eine optische Atomuhr also, mit einer relativen Messunsicherheit von 3 x 10-18 (also sehr wenig, für Nicht-Atomphysiker). So funktioniert's: Das Element Ytterbium schwingt auf einer wesentlich höheren Frequenz, als Cäsium und ist deswegen genauer. Es kann also sein, dass das internationale Büro für Gewicht und Masse 2018 neben Einheiten wie Kilogramm und Ampere auch die Zeiteinheit Sekunde neu definieren wird.

 

Z wie Z-Wave

Sichere Kommunikation zwischen Geräten bei geringem Energieverbrauch – das ist das Ziel der Z-Wave. Die Früchte dieser Technik sollen Kunden vor allem in Ihrem automatisch gesteuerten Heim ernten. Zugegeben ist es ja doch auch netter, wenn niemand von außen an der Wassertemperatur der Dusche spielt, während Sie nichtsahnend drunter stehen. Oder Sie morgens überraschend mit Scooters „How much is the fish“, statt wie gewünscht, mit Mozarts Zauberflöte aufwachen. Das müsste auch Marc Zuckerberg. Der plant so etwas doch gerade für dieses Jahr. Weiterführende Produkt-Literatur gibt es für Sie und den Herrn Zuckerberg hier: http://www.z-wave.com/